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Frau fährt mit ihrem schwarz-lilanen Gravelbike über eine Straße mit bewegungsunscharfem Gestrüpp im Hintergrund.

Setup im Laufrad entscheidet über Performance und Erfolg

Ein Radrennen abseits befestigter Straßen ist immer ein Balanceakt zwischen Speed und Zuverlässigkeit, zwischen Risko und Kalkulierbarkeit. Die immer zahlreicher werdenden Gravelrennen sind wegen der hohen Geschwindigkeiten, dem Leichtbau der Bikes und den harten Offroadpisten so etwas wie das Kompromiss-Maximum. Mitentscheidende Faktoren sind hier erfahrungsgemäß die Laufräder, insbesondere die Reifen und Schläuche. Ohne Federung übernehmen an Gravelbikes die Reifen deren Aufgabe mit. Sie sind also insgesamt verantwortlich für den Grip, die Dämpfung, den Rollwiderstand und die Effizienz des Vortriebs, da Reifen und Schläuche als rotierende Masse bei jeder Beschleunigung mehr oder weniger Energie verbrauchen – siehe unten.

Eine Frau fährt mt ihrem schwarz-lilanen Gravelbike umgeben von Wald einen steilen Anstieg hinauf.

Gravelrennen sind Materialstress: Was wirklich über Leistung entscheidet

Im Gegensatz zum Mountainbike sind Gravelbikes durchschnittlich eher auf Leichtbau getrimmt. Dafür verzichtet man auf die angesprochene Dämpfung in Rahmen und Gabel, die Felgendimensionen sind im Sinne der Fahrdynamik schmaler und auch der Rahmen ist im Durchschnitt fragiler gebaut. Alles zusammen bedeutet mehr mechanische Kräfte, die auf fragileres Material und den Fahrer einwirken. Dem wirkt man je nach Beschaffenheit des Untergrundes mit leichtem oder deutlichem Absenken des Reifendrucks entgegen. Die Reifen übernehmen so zu Lasten des Rollwiderstandes die Dämpfungsaufgaben. Zusätzlich zu diesem Kraftverlust durch die ständige Verformung des Reifens und des Fahrradschlauches ist bei so geringem Reifendruck auch die Gefahr von mechanischen Schäden höher. Durchschläge, Quetschungen oder übermäßige interne Reibung können die Folgen sein, im Extremfall kann der Mantel sogar von der Felge springen.

Frau pumpt Reifen am Gravelbike mit Minipumpe auf

Reifen-Schlauch-Setup: Mitentscheidender Faktor

Alle diese Fälle betreffen am ehesten ein Gravelrennen Setup mit Butylschläuchen. Sie sind anfälliger für Schäden und vertragen die Walkarbeit* zwischen Strecke und Felge dauerhaft nicht so gut. Zudem sind sie die schwerste Variante, was später im Abschnitt zur Rotierenden Masse näher erläutert wird. Gibt es Alternativen zu Butyl? Besser bei einem Gravelrennen oder auch beim ambitionierten Training funktioniert des Tubeless-Setup. Ohne Schlauch schließt hier der Mantel durch spezielle technische Vorgaben direkt gegen die Felge luftdicht ab. Eine zusätzlich abdichtende Flüssigkeit auf Latexbasis sorgt frei im Fahrradmantel beweglich dafür, dass kleine Beschädigungen in der Karkasse durch die austretende Dichtmilch verschlossen werden. Solche Tubeless-Systeme funktionieren auch mit wenig Luftdruck gut, durch den fehlenden Schlauch sind sie zudem leichter als ein Butylschlauch. Die Nachteile gegenüber allen anderen Varianten sind der hohe Wartungsaufwand sowie die Verschmutzungen, die bei Defekten oder Reparaturen entstehen können. Den Vergleich Tubeless vs. den klassischen Butylschlauch im Gravelrennen entscheidet das schlauchlose System aber für sich.

*  Energieverlust durch Verformung und interne Reibung von Reifen und Schlauch, wenn diese zwischen Felge und Fahrbahn zusammengedrückt und ausgedellt werden.

TPU – die neue Größe unter den Fahrradschläuchen

Neuer und moderner als diese beiden Wettbewerber ist der innovative Schlauch aus TPU. Ausgeschrieben Thermoplastisches Polyurethan ist ein unter Hitze gut formbarer und schon recht gut erforschter Kunststoff. Ihn für Fahrradschläuche einzusetzen, ist aber recht neu. Kurz vorweggenommen, das Material ist robuster als Butyl, gleichzeitig aber leichter, flexibler und es diffundieren beim gleichem Druck weniger Luftmoleküle durch das Material hindurch. Im Duell Butyl vs. TPU sind die Vorteile klar und einseitig verteilt.

Bleibt noch die Vorschau auf den Vergleich solch eines neuartigen TPU-Schlauches vs. einen Tubeless-Satz. Je nach eingefüllter Menge an Dichtmilch ist der TPU-Schlauch kaum bis gar nicht schwerer als gar kein Schlauch. Auch in Sachen Pannenwahrscheinlichkeit liegt ein AERON/TPU Modell auf ähnlichem Niveau. Die Perforation ist ohne den Kunststoff-Schlauch zwar wahrscheinlicher, dafür verschließt ein Tubeless-System sich wie gesagt selbst, zumindest bei kleinen Schäden. Betreffend des Rollwiderstands liegt der TPU-Schlauch allerdings knapp zurück. Zum einen fällt die Reibung zwischen Schlauch und Reifen beim Walken tubeless natürlich weg, zum anderen stellt die Dichtmilch wie der TPU-Schlauch eine geringe Rotierende Masse dar. Was die Effizienz angeht, sind also TPU-Schläuche und Tubeless-Systeme führend und nah beieinander.

Das bringen Dir TPU-Schläuche im Gravelrennen

Gerade wenn es um Wettkämpfe geht, sind selbst Nuancen bei der Performance wichtig für das Ergebnis. Themen wie Rahmengeometrie, die perfekte Sitzposition, Cleateinstellungen, Übersetzungen und die Wahl des richtigen Reifenprofils stehen bereits im Fokus der relativ neuen Sportart des Gravelbikens, noch eher ein Geheimtipp sind da die Schläuche, obwohl sie einen ungeahnt großen Einfluss auf die gesamte Performance und im Rennen auch auf das Ergebnis haben.

CX/Gravel SuperLite Race

Folgende Einflüsse haben Schläuche auf Fahreigenschaften und Renneffizienz:

  • Durch niedrigeres Gewicht von TPU-Schläuchen sinkt das Gesamtgewicht des Bikes gegenüber einem Setup mit Butylschläuchen um durchschnittlich 200 Gramm. Vergleichbare Einsparungen bei Rahmen oder Komponenten kosten im ambitionierten Segment einen vierstelligen Betrag. Inklusive eventueller Ersatzschläuche kann sich der Gewichtsvorteil mit TPU-Schläuchen auf ein Kilo summieren.
  • TPU lässt sich leicht falten beziehungsweise biegen und erzeugt wenig Reibung an seiner Oberfläche. Dadurch geht weit weniger Energie bei der Walkarbeit verloren, wenn Reifen und Schlauch durch das auf ihnen lastende Gewicht auf die Straße gedrückt und dabei verformt werden. Vereinfacht gesagt: TPU-Schläuche rollen bei gleichem Reifendruck leichter als Butyl.
  • Die Wände des TPU-Schlauches sind zwar hauchdünn, aber trotzdem sicherer gegen Durchstöße. Der Kunststoff ist sehr dehnbar, ehe er zerreißt. Fremdkörper drücken also eher eine Art Tasche in das Material, als es gleich zu durchlöchern wie bei einem Butylschlauch. Die Pannenwahrscheinlichkeit sinkt immens! Eine Reifenpanne wirft einen beim Gravelrennen teils aussichtslos zurück, je nach Timing oder Häufung kann / können sie auch den Abbruch des Wettkampfes nach sich ziehen.
  • Der messbarste Unterschied zwischen Butyl und TPU besteht aber in der Einsparung von „Rotierender Masse“. Wie die sich auswirkt, spürt man bei einem schlecht ausgewuchteten Rad am Auto. Selbst wenige Gramm mehr an einer Stelle bewirken durch die schnelle Drehung der Felge eine starke Unwucht. Je weiter vom Drehpunkt entfernt, und je schneller die Masse um den Mittelpunkt kreist, desto mehr wirkt sich jedes Gramm aus, selbst wenn die rotierende Masse wie beim Schlauch recht gleichmäßig verteilt ist. 
    Jedes Gramm Schlauch muss bei jedem Beschleunigen in Rotation versetzt werden. Übertrieben dargestellt: Man stelle sich einen mit Sand gefüllten Reifen vor. Um den auf 240 Umdrehungen pro Minute zu bringen (entspricht in etwa 30 km/h), bräuchte es immensen Energieaufwand. Beim Wechsel von Butyl auf AERON/TPU müssen nur rund 200 Gramm weniger in Rotation versetzt werden. Aber über Stunden, Wochen und Jahre summiert sich das auf.
  • Nicht bewiesen, aber logisch: Die wegen der Masse-Ersparnis durch TPU-Schläuche geringeren Kreiselkräfte** in den Laufrädern sollten auch für leichteres Einlenken und Kurvenfahren sorgen. Das gesamte Rad wird also zusätzlich auch agiler im Fahrverhalten.

** Kreiselkräfte: Die sind vereinfacht die Summe der Massenträgheit eines rotierenden Laufrades. Jedes Gramm will sich weiter in die Rotationsrichtung bewegen, ähnlich vom Rad geschleuderter Wassertropfen. Das bewirkt, das sich schnell drehende und oder schwere Räder nur mit viel Kraft in eine neue Richtung orientieren lassen.

GRAVEL-SCHLÄUCHE VON AERON/TPU

CX/Gravel – SuperLite Race AL

Für die Racer unter den Gravelbikern – super-leicht, super-schnell. Der SuperLite Race gehört zu den leichtesten CX/Gravel-Schläuchen weltweit.

CX/Gravel SuperLite Race

CX/Gravel – ExtraLite Protect AL

Der ExtraLite Protect mit Aluminium-Ventilschaft ist perfekt abgestimmt für den sportlichen Einsatz abseits befestigter Straßen – leicht, pannensicher, mit geringem Rollwiderstand und kleinem Packmaß.

CX/Gravel ExtraLite Protect AL

CX/Gravel – ExtraLite Protect

Perfekt abgestimmt für den sportlichen Einsatz abseits befestigter Straßen – leicht, pannensicher, mit geringem Rollwiderstand und kleinem Packmaß.

CX/Gravel ExtraLite Protect

Performance im Rennkontext: Wo TPU im Gravel wirklich Vorteile bringt

Nach der Theorie nun die Praxis: Wo habe ich konkret Vorteil in einem Gravelrennen, wenn ich einen TPU-Schlauch benutze? Natürlich ist nicht jeder davon in jedem Gravelrennen gleichermaßen beteiligt, aber grundsätzlich bringt die moderne Technologie ausschließlich Vorteile.

Rotierende Masse – unterschätzt und oft falsch verstanden

Wie oben beschrieben muss der Schlauch bei jeder Tempoerhöhung nicht nur nach vorne beschleunigt, sondern auch in Rotation versetzt werden. Ist er auf Renntempo, spielt wieder nur noch seine tatsächliche Masse und der Rollwiderstand eine Rolle. Je nach Kurs, Distanz und taktischem Verlauf können aber hunderte von Antritten nötig sein. Schläuche machen zwar nur einen geringen Prozentsatz des Systemgewichts aus, und die Ersparnis von TPU-Modellen pro Antritt liegt nur bei wenigen Watt, mit Faktor hundert und mehr ergibt das aber vielleicht die entscheidenden Sekunden bis Minuten Vorsprung. Und im entscheidenden Duell Mann gegen Mann oder Frau gegen Frau sorgt solch eine Effizienz mitunter für den Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Unscharfe Aufnahme einer Person auf einem Gravelbike

Gewicht und rotierende Masse im direkten Vergleich

In einem Rechenbeispiel haben wir die Energieeinsparung eines Laufrades bei der Beschleunigung auf 40 km/h kalkuliert. Ein im Vergleich zu einem rennorientierten Butylschlauch um 100 Gramm leichterer AERON/TPU Schlauch spart bei jedem solchen Antritt 12,4 Joule – die Energie, die man benötigt, um ein Kilogramm 1,40 Meter anzuheben. Mal zwei Laufräder und bei nur 50 solchen Antritten steigt diese Arbeitsersparnis während eines Gravelrennens auf ein äquivalentes Anheben von einem Zentner (50 Kilo) in den ersten Stock eines Hauses.

gravel
Diagramm, dass die Energiesparsamkeit der AERON/TPU Schläuche im Vergleich zu Butyl-Schläuchen hervorhebt.
Grafik zeigt die eingesparte Energie beim einmaligen Beschleunigen auf eine variable Geschwindigkeit (X-Achse). Blaue Linie = Nichtlinearer Mehrverbrauch an Energie durch 100 g schwereren Butylschlauch im Gegensatz zu einem durchschnittlichen AERON/TPU Schlauch (gestrichelt).

Auf die Spitze treiben kann man die Einsparungen mit realen Zahlen. Im Beispiel unten wurde ein gängiges aber schweres Butyl-Modell mit 209 Gramm gegen den AERON/TPU CX/Gravel SuperLite Race AL berechnet, der wiegt gerade 33 Gramm. Die Energieeinsparung bei 50 Beschleunigungen auf gerade noch realistische 60 km/h liegt bei über 50.000 Joule. Der Kurve sieht man außerdem besser an, dass die Ersparnis mit zunehmender Endgeschwindigkeit nicht linear steigt, sondern potenziert.

Die Kurve stellt die Energieersparnis eines kompletten Fahrrades von 8 kg dar, einmal mit schweren Butylschläuchen, einmal mit dem SuperLite Race von AERON/TPU. Die obere Kurve zeigt die   weniger aufgewendete Energie mit den TPU-Schläuchen.
Die Kurve stellt die Energieersparnis eines kompletten Fahrrades von 8 kg dar, einmal mit schweren Butylschläuchen, einmal mit dem SuperLite Race von AERON/TPU. Gerechnet wurden 50 Beschleunigungen aus dem Stand. Die obere Kurve zeigt die weniger aufgewendete Energie mit den TPU-Schläuchen.

Zugrundeliegende Beispielrechnung für den Energieaufwand (Butyl)

Translationsenergie GesamtmasseE"trans" = 1/2mv2
Rotationsenergie LaufräderE"rot" = 1/2Iw2
für dünne ringförmige Masse giltI = mr2 und w = v/r
ergibt für die rotierende MasseErot = 1/2(mr2)(v/r)2 = 1/2mv2
Gesamtenergie für die LaufräderEges(Ring) = Etrans + Erot = 1/2mv2 + 1/2mv2 = mv2
gegeben seiDE = 2 x Dmv2
2 x Dm = 0,704 kg
v2 = 13,88892 = 192,9
für einmalige BeschleunigungDE = 0,704 x 192,9 ≈ 135,8 J

Stark vereinfacht zeigt diese Rechnung, dass die Masse von Reifen und Schläuchen durch die Konzentration als Ring um das Drehzentrum mit doppelter Masse in den Energieverbrauch einzuberechnen sind. Bei zwei AERON/TPU SuperLite Race und zwei durchschnittlich schweren Butylschläuchen (je 180 g) bedeutet das beim Beschleunigen einen “Gewichtsvorteil” von fast 456 g, also fast einem Pfund.

Warum das Laufrad stärker wirkt als jedes andere Bauteil

Diese Rechnung ist ganz einfach bildlich zu erklären. Wenn das Fahrrad auf dem Dach eines Autos fixiert auf Geschwindigkeit gebracht wird, benötigt jedes Gramm die gleiche Menge Energie, ganz gleich, ob es sich um die Räder, den Rahmen oder den Sattel handelt. Dabei geht es um die Beschleunigung in Fahrtrichtung.

Fährst du allerdings das Rad, müssen die Räder zusätzlich wie oben beschrieben in Rotation versetzt werden. Hier wirkt sich die identische Masse nochmals aus, bis die Zielgeschwindigkeit erreicht ist. Danach spielt die Rotierende Masse bei der Energiebilanz quasi keine Rolle mehr – bis zur nächsten Beschleunigung.

Türkise Ventilkappe eines am Gravelbike-Reifen montierten AERON/TPU Schlauches wird mit der Hand aufgedreht. Im unscharfen Hintergrund befindet sich bemooster Boden.

Energien und Einsparungspotenziale

Tabelle und Diagramm unten zeigen die Energieersparnis in Joule bei verschiedenen Renntempi an. Wie man sieht, spielt die Masse im Laufrad keine Rolle beim Rollwiderstand (Eroll). Die kalkulierten 1.000 Höhenmeter wirken sich zwar deutlich aus, für sich betrachtet spart man fast 2.000 Joule (Eberg) durch zwei leichte TPU-Schläuche, aber unabhängig von der Geschwindigkeit. Bei einem Gravelrennen bremst und beschleunigt man oft, deshalb gingen 50 Bremsungen bis in den Stand in die Rechnung ein. Man sieht: Bei einem schnellen Rennen spart ein leichter Schlauch beim Stop and Go fast so viel Energie (Estop&go) wie bei 1.000 Metern bergan. 
Die Hochrechnung ist nur ein Beispiel, aber zwei AERON/TPU Schläuche mit einer Gewichtsersparnis von je 100 Gramm ergeben bei einem 100 Kilometer langen Gravelrennen mit 1.000 Höhenmetern rund 16 Sekunden Zeiteinsparung gegenüber schweren Butylschläuchen – verhinderte Reifenpannen nicht eingerechnet.

Renn-SpeedErollEbergEstop&goEgesZeitgewinn bei 250 W
30 km/h784,8 J1962 J694,4 J3441 J13,8 s
40 km/h784,8 J1962 J1234,6 J3981 J15,9 s
45 km/h784,8 J1962 J1562,5 J4309 J17,2 s
Säulendiagramm, dass die Einsparung von Tretenergie dank TPU
Die Grafik zeigt die Daten aus der Tabelle darüber. Man sieht, dass mit steigendem Tempo die Einsparung von Tretenergie bezüglich rotierender Masse (grün) quasi gleichzusetzen ist mit der aus eingesparter Hubarbeit bei 1.000 Höhenmetern!

Energieersparnis über die Distanz: Effizienz über 100–300 Kilometer

Die Grafik zeigt, dass mit der Distanz auch die Energieeinsparung durch leichte TPU-Schläuche wächst. Das liegt aber nicht nur am Gewicht. In der gestrichelten Linie sind zudem durchschnittlich eine Panne pro 100 Kilometer Strecke eingerechnet, durchaus realistisch mit Butylschläuchen. Die dunkelblaue Linie zeigt die Einsparung demgegenüber durch das Gewicht beziehungsweise die Rotierende Masse.

Diagramm, dass die Energieersparnis dank TPU über längere Distanzen zeigt.
Die Pannenresistenz von TPU ist aber so gut, dass man mit deutlich weniger oder selteneren Pannen rechnen muss. Der hellblaue Graph zeigt final einen Starter beim Gravelrennen, der ohne Panne seine 300 Kilometer durchfährt, dabei nicht nur zwei AERON/TPU in den Reifen hat, sondern auch bei den Ersatzschläuchen nochmals 300 Gramm Gewicht einspart. Der grüne Fahrer ist etwa 9:30 Minuten schneller als der blaue Fahrer, ohne ein Watt mehr getreten zu haben.

Materialeigenschaften: Was TPU technisch von Butyl unterscheidet

Rein geschichtlich ist Butylkautschuk der weitaus ältere Werkstoff – insbesondere für Fahrradschläuche. Über hundert Jahre existieren die gummiähnlichen Schläuche schon in nahezu identischer Bauweise. Butyl ist ein künstlicher gesättigter Synthesekautschuk mit einer geschlossenen Molekularstruktur. Er ist recht gasdicht sowie elastisch und deshalb auch lange die Wahl gewesen, wenn es um die Bestückung von Reifen ging. Nachteile: Der Werkstoff muss eine gewisse Wandstärke aufweisen und kann somit kaum in Leichtbau verwendet werden. Er ist zwar elastisch, aber ihn zu verformen benötigt recht viel Energie, was die Walkarbeit im Reifen erschwert. Das macht den Reifen weniger anschmiegsam und erhöht den Rollwiderstand. Daneben ist auch seine Umweltbilanz nicht sonders gut. Als Mischwerkstoff ist das Recycling recht aufwendig, die Herstellung außerdem recht Energie- und Wasser intensiv.

Nahaufnahme des Materials TPU

TPU als das moderne Ausgangsmaterial für Bike-Schläuche ist ein segmentierter Block-Copolymer-Kunststoff, der sortenrein verwendet wird. Materialkreisläufe sind damit wesentlich einfacher aufzubauen. TPU ist sogar deutlich dünnwandiger stabil, das Material lässt sich weiter stretchen, ehe es zu Rissen kommt. In mehreren Lagen aufgebaut ist der dünnere Schlauch sogar lufthaltiger, Gasmoleküle diffundieren also in der gleichen Zeit weniger zahlreich durch die Wand des Schlauches hindurch. Einziger materialtechnischer Nachteil von TPU ist seine geringere Elastizität. Wird der Schlauch gedehnt, kehrt das TPU kaum wieder in die Ursprungsform zurück. Das ist aber für einen Schlauch keine relevante Eigenschaft, denn ist er erst einmal im Reifen verbaut, kann er sich sowieso nicht mehr weiter ausdehnen als dessen Karkasse.

Türkise Ventilkappe eines nicht montierten AERON/TPU Schlauches wird mit der Hand abgeschraubt.

Was in Foren diskutiert wird – und was technisch dahintersteckt

Foreneinträge sind nicht unbedingt der Wissenspool, an dem man sich uneingeschränkt bedienen sollte. Stellt man eine Frage mit vier Antwortmöglichkeiten, bekommt man im Allgemeinen fünf. Aber die Threads selbst sind ein Gradmesser für die Angesagtheit eines Themas sowie gewisse Strömungen und Tendenzen. Hier die „heißesten“ Thesen mit Bezug auf TPU-Schläuche derzeit:

„TPU ist empfindlich“ – stimmt das?
Auf gar keinen Fall – maximal, wenn man ein Feuerzeug daranhielte. Obwohl die dünne Wandung eines modernen TPU-Schlauches sehr fragil wirkt, sie zu durchstoßen oder den Schlauch zu zerreißen bedarf nachgewiesen mehr Kraft als beim Butylschlauch, und zwar ein Vielfaches. Bis eine solche TPU-Schicht zerreißt, lässt sie sich deutlich weiter dehnen als bei Butyl oder Latex der Fall. Ausnahme: Wenn der Schlauch sehr warm wird, verliert er bildlich seinen guten Zusammenhalt. Es ist eben ein thermoformbares Material. Solche Temperaturen werden aber in einem Reifen nicht erreicht, selbst bei langen Bremsungen mit einer Felgen- statt Scheibenbremse. Die AERON/TPU Modelle für den Bereich City/Tour überstehen diese Temperaturen so gut, dass sie vollumfänglich für den Einsatz in Verbindung mit Felgenbremsen freigegeben sind. 
Was Beschädigungen wie Löcher, Snakebites und Ermüdung durch Walkarbeit angeht, ist der Kunststoff allen anderen Schlauchmaterialien deutlich überlegen. Sogar die Ventile eines AERON/TPU, ob aus Kunststoff oder Aluminium, sind keinen Deut empfindlicher als die von Butylvarianten.

„Nur etwas für Gewichtsfetischisten?“
Eine Gewichtsersparnis von 200 Gramm bei einem Systemgewicht von Rad und Fahrer von knapp 80, 90 oder 100 Kilo wirkt wirklich verschwindend gering und deshalb wirken TPU-Schläuche wie ein Nischenprodukt für solche Biker. Aber erstens haben wir oben bereits die Einsparpotenziale berechnet, und zweitens: Allein die Resistenz gegen Pannen und das zuverlässige Fahrverhalten bei wenig Reifendruck heben Fahrradschläuche aus TPU schon auf ein anderes Level. Dass das Bike gleichzeitig leichter rollt und besser beschleunigt, sich vielleicht sogar agiler handeln lässt, mag man für wichtig erachten oder nicht, profitieren tut man von einem Wechsel so oder so.

„Tubeless ist im Rennen alternativlos!“
Im Rennen sind Pannen nochmals schädlicher und nerviger als bereits im Training. Da auf ein System zu setzen, das sich selbst reparieren kann, ist also nachvollziehbar. Aber: Dass die Dichtmilch im Tubeless-Reifen eine Beschädigung luftdicht verschließt, ist sehr abhängig von Größe und Art des Schadens, dazu von der Menge an Latexmilch und dem Restdruck im Reifen. Ein TPU-Schlauch hat zwei Vorteile: Durch die Extraschicht im Reifen, die zudem durch ihre Dehnbarkeit sehr resistent gegen Durchstöße ist, sind Defekte mit Luftverlust unwahrscheinlicher als beim gleichen Reifen ohne einen Schlauch. Zum anderen sind auch größere Beschädigungen recht schnell luftdicht zu reparieren. Mit einem Flicken nur grob von innen verschlossen, überlebt ein TPU-Schlauch auch in einem stärker beschädigten Reifen, bei dem – tubeless unterwegs – erst mehrere Gummistücken an der Schadstelle eingebracht und verklebt werden müsste.

Für welche Rennen und Fahrer ist TPU im Reifen die richtige Entscheidung?

Was den Typ Fahrer angeht, gibt es kein Argument gegen TPU-Schläuche. Da die Modelle auch bei wenig Reifendruck noch sehr gut performen, profitieren sehr leichte Fahrer oder Fahrerinnen einen Hauch mehr davon. Sie können geringere Drücke fahren und im Verhältnis zum Systemgewicht sinken Radgewicht und rotierende Masse minimal mehr. Große oder schwere Fahrer haben aber keine Nachteile in dem Sinne zu erwarten.

Was Bikedisziplinen und Strecken angeht, gibt es keinerlei Gründe mehr, auf Butyl zu setzen, wohl aber den einen oder anderen pro Tubeless-System.

AERON/TPU Schlauch wird in einer Oberrohrtasche verstaut

Wo TPU strategisch sinnvoller sein kann

Risikoabwägung ist hier das Schlagwort. TPU-Schläuche sind immer dann die bessere Wahl, wenn man nicht hundertprozentig weiß, was auf einen zukommt. Denn in Sachen Rollwiderstand und Gewicht ist der TPU-Schlauch mit dem Tubeless-System gleichauf – in Einzelfällen minimal dahinter. Was die Pannenhäufigkeit angeht, kommt es schon sehr auf die Strecke an. Wie unten noch zu lesen sein wird, spielen schlauchlose Reifen ihre Stärken am ehesten in sehr ruppigen, langsamen Trails aus oder auf Tempostrecken ohne Hindernisse, die die Reifenkarkasse beschädigen könnten. Dazwischen ist der TPU-Schlauch der Top-Allrounder, denn er vereitelt Pannen, die ein Tubeless-System lahmlegen würden, und wenn doch einmal ein Defekt passiert, ist man nach kurzer Zeit wieder genauso einsatzbereit wie vor der Panne. Ein zusammengeflickter Tubeless-Reifen mit ausgelaufener Latexmilch wird ohne lange Wartungsarbeiten nicht mehr zu fahren sein wie vor dem Schaden. 
Und wenn die Lösung zum Flicken eines solchen schlauchlosen Setups eh ein Ersatzschlauch sein soll, kann man auch von vorneherein damit starten und erspart sich damit auch das sorgfältige Putzen beim Einbau.

Wann Tubeless Vorteile hat

Technische Gravelrennen
Wenn es nicht um Tempo geht, sondern die technischen Schwierigkeiten auf der Strecke überwiegen, und wenn dabei Grip und weiche Dämpfung über Alles gehen, dann kann ein Tubeless-Setup effizienter sein. Mit einem perfekten schlauchlosen Laufrad kann man den Reifendruck noch etwas tiefer absenken, das Profil erhält so eine kleine Extraportion Halt. Auch über extremst ruppige Parcours, eher im Bereich MTB angesiedelt, kann ein superweicher Tubeless-Reifen mehr bringen, nämlich mehr Komfort. Das betrifft aber wirklich nur Reifendrücke von annähernd einem bar.

Langstrecken-Events
Es gibt Gravelrennen, die über hunderte von Kilometern ganz ohne harte Schläge, technische Passagen und auf glatten, befestigten Wegen stattfinden. Hier zählt hauptsächlich der Rollwiderstand, und der ist im Duell TPU vs. Tubeless bei beiden sehr gut. Solche glatten Wege bergen kaum die Gefahr von groben Schäden am Reifen, eher für wenige eher feine Durchstiche, wenn überhaupt. Bei solchen hauchfeinen Löchlein funktioniert die Dichtmilch sehr zuverlässig. Die Wahrscheinlichkeit, auf gleicher Strecke überhaupt Luft zu verlieren, ist mit TPU-Schlauch zwar minimal, aber wenn es dann doch zu einem solchen Mini-Schaden kommt, verliert man Zeit bei der Reparatur.

TPU als Backup bei Tubeless-Setups

Tatsächlich trauen die wenigsten Tubeless-Nutzer ihren Laufrädern so hundertprozentig, dass sie ganz ohne Ersatzschlauch für Notfälle auf die Strecken gehen. Da macht es, wie oben in den Grafiken zu sehen, schon einen bedeutenden Unterschied, ob man einen Butylschlauch mitführt, oder – bei gleichem Volumen und Gewicht – vier aus TPU. Natürlich funktioniert das auch umgekehrt in einem Minimal-Setup mit nur einem TPU-Ersatzschlauch, den gewonnenen Stauraum kann man dann anderweitig nutzen. 

Frau verstaut einen AERON/TPU Gravel-Schlauch in der Rückentasche ihres Fahrradtrikots und zeigt damit das praktische und kompakte Packmaß unserer Fahrradschläuche.

Packmaß, Gewicht und schnelle Montage im Notfall
AERON/TPU Schläuche sparen in den leichtesten Varianten bis zu 78 Prozent Gewicht gegenüber einem Butylschlauch ein. Selbst in der merklich pannensicheren ExtraLite Protect Variante sind es noch bis 63 Prozent. Was das Volumen in aufgerolltem Zustand angeht, passen ebenfalls drei bis vier AERON/TPU dort hinein, wo ein einziger Butylschlauch Platz fände. Die Montage dauert mit etwas Übung nicht länger als die eines klassischen Schlauches, nur das Anpumpen muss mit etwas mehr Bedacht passieren. 

Achtung: Aufwand bei Wechsel von tubeless auf TPU
Reifen und Felgen, die für Tubeless-Betrieb gefertigt sind, müssen passgenauer sein, um ohne Schlauch abzudichten. Das führt dazu, dass das Auf- oder Herunterhebeln des Mantels viel Kraft erfordert. Hier liegt ähnlich wie beim Butylschlauch die Gefahr, dass man den neuen Schlauch beschädigt. 
Ganz gleich ob man bei einer Panne auf den TPU-Ersatzschlauch statt auf eine Reparatur des Tubeless-Mantels setzt, oder ob man generell von Schlauchlos- auf Schlauch-Setup zurück wechselt: Wichtig ist das restlose Entfernen der Dichtmilch. Kurzfristig reagieren TPU und die Flüssigkeit zwar nicht, aber mit der Zeit kann es zum Aushärten und damit zu Verklebungen oder der Bildung von Fremdkörpern kommen, die wiederum die dünne Wand eines TPU-Schlauches beschädigen könnten.

Fazit – Performance-Logik statt Marketingversprechen

Ähnlich wie bei der Frage, ob man bei Regen mit oder ohne Brille besser sieht, wird auch das Duell TPU vs. Tubeless nie in Gänze entschieden werden, es bleibt eine Mischung aus Statistiken und bis zu einem gewissen Maße auch eine Glaubensfrage. Fakt ist: Butylschläuche werden kurz oder mittelfristig aus den Fahrradreifen verschwinden.

Und da sich Vorteile wie minimales Gewicht, hervorragender Rollwiderstand und Zuverlässigkeit am deutlichsten in einem Wettkampf auswirken, könnte hier der ideale Einstieg für das neue Material liegen. Immerhin haben TPU-Schläuche ihren Preis! Aber, den hat Dichtmilch auch. Glaubt man dem allgemeinen Tenor in Foren, steigen einige Tubeless-Nutzer derzeit wieder um auf Reifen mit Schlauch, weil sie den hohen Wartungsaufwand Leid sind. Außerdem hat sicher jeder zweite User sich mit der Dichtflüssigkeit schon einmal die Kleidung, den Teppich oder das Rad komplett verkleistert.

Die Handhabung könnte am Ende das Zünglein an der Waage sein, wenn schon Rollwiderstand, Pannenschutz und Gewicht selbst keinen klaren Sieger der Systeme TPU vs. Tubeless ergeben.

Hinterrad eines Rennrads

TPU vs. Tubeless im Gravelrennen: Eine ehrliche Einordnung

Die Ausgangsfrage war: Welches Setup im Reifen würde man wählen, wenn es um den Erfolg oder die jeweils beste Performance in einem Gravelrennen geht. Und es bleibt nach allen vorliegenden Daten dabei, ein bisschen Pokern bleibt. Kürzt man die jeweils guten Lauf- und Dämpfungseigenschaften von TPU-Schläuchen und Tubeless-Systemen gegeneinander heraus, bleibt das Verhalten im Pannenfall beziehungsweise beim Überfahren von spitzen und scharfen Elementen auf der Strecke. 
Dass sowohl Profil, Karkasse und der TPU-Schlauch durchstoßen werden ist unwahrscheinlicher als die Perforation eines Tubeless-Mantels gleicher Qualität ohne Schlauch. AERON/TPU hat in Labortests belegt, dass man wahrscheinlicher ohne Defekt über eine Strecke kommt. Wenn aber doch ein Schaden auftritt, verläuft der bei den beiden System unterschiedlich. Den Schlauch muss man ersetzen, Tubeless-Reifen verschließen kleine Lücken selbsttätig. Erwischt man aber mehr als einen Dorn oder Nagel, kann es bei Tubeless eher sein, dass man komplett ausfällt, es sei denn, man zieht einen Schlauch ein und putzt vorher den Mantel komplett sauber.

Unsere Einschätzung und Wahl

Für ein Gravelrennen durch leichtes Gelände, dessen Strecke nicht zu weit von der Zivilisation wegführt, ist ein Tubeless-Set mit mittlerer Menge Latexmilch sehr sinnvoll. Große Schäden sind unwahrscheinlich und sollte man doch nicht mehr fahrtüchtig sein, kommt man sicher nach Hause. Das gleiche gilt für MTB-Kurse, auf denen das schlauchlose Set seine Stärken bei wenig Druck ausspielen kann. 
Da das hin und her Rüsten aber so aufwendig ist und nicht jeder ein zweiten Laufradsatz, geschweige denn ein zweites Gravelbike besitzt, geben für uns die Allroundqualitäten des TPU-Schlauches den Ausschlag. Die Labortests bei AERON/TPU verheißen so wenig Pannen, dass die Zeitverluste – wenn überhaupt – durch das Wechseln des Schlauches sich als marginal erweisen könnten. Dafür sind Werkzeuge und Ersatzschläuche so platzsparend, dass man auch im schlimmsten Szenario das Ziel erreichen wird. 

Und das steht schließlich ganz oben bei jedem Gravel-Event: Ins Ziel kommen!

FAQ – Fragen zu TPU beim Einsatz im Gravelrennen

Da schon von Foren die Rede war, haben wir die am häufigsten gestellten Fragen in Foren und auf Service-Seiten hier noch einmal kurz zusammengefasst. 

Welche Vorteile bieten TPU-Schläuche beim Graveln?
Sie reduzieren rotierende Masse spürbar und verbessern so Beschleunigung sowie Agilität. Gleichzeitig sind sie widerstandsfähiger gegenüber Snakebites und Durchstichen – ideal für wechselnde Untergründe und damit alle Allround-Gravelbikes und -Biker.

Wie verhalten sich TPU-Schläuche im Vergleich zu Tubeless?
Tubeless bleibt bei sehr niedrigem Reifendruck mit seinem maximalen Grip im Gelände unschlagbar. TPU ist jedoch leichter zu händeln, sauberer zu montieren und ähnlich rollwiderstandsarm. Tubeless ist also eher die Wahl fürs Extreme.

Kann ich TPU-Schläuche mit jedem Gravelreifen verwenden?
Grundsätzlich ja, solange Reifengröße und Ventiltyp passen. Allerdings sollte man bei der Montage auf scharfe Gradkanten an der Felge oder Schäden am Felgenband achten, da TPU-Schläuche empfindlicher darauf reagieren.

Kann ich TPU-Schläuche unterwegs flicken?
Ja, mit speziellen TPU-Flicksets samt zugehörigem Kleber und Reiniger, die richtig angewandt dauerhaften Halt bieten. Normale Fahrradflicken funktionieren hier nicht, da der Vulkanisier-Kleber mit TPU nicht reagiert.

Welchen Vorteil bietet TPU gegenüber Tubeless im Renneinsatz?
Die Montage ist schneller, sauberer und weniger fehleranfällig – ein Plus für Rennen, bei denen die Pannenwahrscheinlichkeit und etwaige Standzeiten entscheidend sind. Außerdem gibt es keinen Latexmilch-Verlust und weniger Druckschwankungen über Stunden.

Lohnt sich der Umstieg von Butyl auf TPU für Gravelrennen?
Für quasi alle Racer definitiv ja, weil TPU-Schläuche das Systemgewicht senken und ein sehr direktes Fahrgefühl liefern. Wer maximale Performance bei niedrigem Risiko und wenig Aufwand sucht, findet damit eine hervorragende Alternative zu Butyl.

Bringen TPU-Schläuche im Gravelrennen messbare Zeitvorteile?
Ja, durch die reduzierte rotierende Masse verbessern TPU-Schläuche die Beschleunigung und Antrittsdynamik, besonders aus Kurven oder an kurzen Rampen. In Rennen mit vielen Richtungswechseln summiert sich das zu einem spürbaren Effizienzgewinn.

Sind TPU-Schläuche für lange Gravel-Rennen (>100 km) zuverlässig genug?
Ja, vor allem AERON/TPU Modelle zeigen gerade auf Langstrecken konstant stabile Druckwerte und geringere Wärmeausdehnung als zum Beispiel Latex. Für Ultra-Gravels ist die Kombination aus Leichtbau und Pannenresistenz besonders attraktiv, da mit der langen Strecke auch bei Tubeless die Wahrscheinlichkeit für eine Panne mit Luftverlust steigt. 

Sind TPU-Schläuche bei Nässe oder Schlamm im Rennen vorteilhaft?
Ja, da das kontrollierte, „knackige“ Fahrgefühl auch bei aufgeweichtem Untergrund hilfreich ist. Zudem verhindert die niedrige Luftdurchlässigkeit des Kunststoffs, dass der Druck bei kalter Nässe über die Renndauer merklich abfällt.

Welche TPU-Modelle eignen sich besonders für Wettkämpfe?
Für den Renneinsatz lohnen sich ultraleichte, performanceorientierte TPU-Schläuche mit verstärktem Ventilsockel. Wenn die Größe passt und sie gut sitzen, vereinen sie Effizienz und Zuverlässigkeit unter allen Lösungen am besten. Unseren Favoriten fürs Gravelrennen findest du hier.

Gibt es Risiken, TPU im Grenzbereich zu fahren?
Bei extrem niedrigen Drücken steigt die Gefahr von Snakebites, zumindest im Vergleich zu Tubeless. Wer im Grenzbereich fährt, sollte mit TPU mindestens 0,2 – 0,3 bar über seinem Tubeless-Setup bleiben.

Das sind die besten Gravel-Events 2026

Diese Liste ist eine Zusammenstellung verschiedenster Gravelevents – vom Groupe Ride bis zum UCI-Rennen. Es sind definitiv nicht alle, hauptsächlich weil zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Termine und / oder Eckdaten der Veranstaltungen feststehen.

Das sind die besten Gravelrennen und Gravelevents in Deutschland 2026 

DatumEvent-NameStartortDistanzenEvent-TypProfil / Strecke / Info
06.04.26Badenia Gravel RideLinkenheim-Hochstetten60 / 90 kmGravelride (Tour)wellig / profiliert, 400 / 950 Hm, GPS-Track
06.04.26Erkelenzer Gravel RideErkelenz50 / 75 kmGravelride (Tour/RTF)flach bis wellig; GPS-Track
06.04.26Taunus-Gravel-RideNeu-Anspach54 / 93 kmGravelride (GPS)bergig, 890 / 1560 Hm
11.04.26Genuss Gravel GermanyStuttgart83 kmGPS-Orientierungsfahrtknackig aber kurz, 800 Hm
12.04.26Elbe Classic GravelHamburg45 / 70 / 94 kmRTF Schotter, hauptsächlich flach
12.04.26Lupus Loop 48ZernienRundkurs: 2 × 24 kmCommunity-RennenWald- & Schotterwege, Rundkurs, keine Hm Angabe
12.04.26Syker GravelrideSyke65 / 103 kmTourSchotter / Trails
18.04.26Matschfuss FlensburgFlensburg100–110 kmTour / Community Ride"schaffbar" laut Veranstalter
19.04.26Harz GravelWernigerode66 / 100 kmRennenSchotter / Trails / Waldwege, 1000 Hm / 1500 Hm
19.04.267Berge Frühjahrs GravelSarstedt68 / 100 kmTourprofiliert / bergig, 360 / 600 Hm
19.04.26Ruhrtal – GravelrideMülheim / Ruhr56 / 87 kmTourGPS-geführt, leicht wellig, 280 – 480 Hm
25.04.26Schönbuch Trophy – Gravel RaceHerrenberg26 / 50 kmJedermannrennen380 Hm / 700 Hm
26.04.26Griesheimer GraveltourGriesheim (Am Sportfeld 2)80/100 kmTourflach (GPS-Track)
26.04.26Neustädter GravelrideNeustadt a.d. Aisch76 kmTour770 Hm, GPS-geführt
09.05.26Allgäu Gravel RideIsny im Allgäu55 / 110 / 150 kmTour (themenorientiert)Asphalt / Gravel / leichte Trails, 700 / 1900 / 2900 hm
09.05.26GravelissimoWalsrode100 km (90–110 km)Gravel Ride (Community, kein Rennen)70% Gravel / 30% Straße, keine HM Angaben
10.05.26Gravel Rallye Rhine ValleyIhringen am Kaiserstuhl50 / 65 / 90 / 160 km (Overnighter) 140 / 300 km (Poker Ride)Gravel Festival / Rides (self‑guided)800 / 1500 / 3000 / 1700 / 1300 / 1100 Hm
17.05.26Quer durch die HolledauMoosburg a. d. Isar66 / 100 kmGravel Tour (GPX)wellig, 640 / k.A. Hm
23.05.26Rhönrundfahrt Gravel FamilientagGroßenlüder-Bimbach20 kmFamilientourfast flach
24.05.26Rhönrundfahrt GravelGroßenlüder-Bimbach20 / 49 / 81 kmGravel- und MTB-Tourviele kurze Anstiege, eher schwer
29.05.26Shimano Gravel RideWillingen45 – 50 kmGravel Ride , 2 Zeitsegmentehügelig bis bergig
30.05.26GravelgrinderIbbenbüren44 / 78 / 113 km (GPX)Gravelride (Tour, BDR)keine Angaben
30.05.26HamboundHamburg161 / 322 kmGravel-ChallengeTrack nicht öffentlich
30.05.26Hövelhofer GravelrideHövelhof50 kmGravelride (Tour, BDR/RTF)flach, 100 Hm, GPS-Track
30.05.26Sole und Erz GravelrideBad Salzdetfurth60–61 kmGravelride (Tour, BDR/RTF)wellig, 600–660 Hm, GPS‑Track
30.05.26north2peak – BikepackingHamburg350 / 1000 kmOffroad-Bikepacking-Challenge1700 / 12000 Hm, wellig bis bergig
31.05.26Canyon Rhein Hunsrück Gravel MarathonRhens38 / 76 kmGravel RaceRundkurs, 940 / 1880 hm, 90 % Offroad
31.05.26Matschfuss LübeckLübeck100–120 kmGravel Ride (Genießer)Track nicht öffentlich
30.05.26Dirty PalatinateBockenheim / Weinstraße200 Meilen (320 km)Selfsupported Gravel Ride (ohne Zeitnahme)Mittelgebirge, bergig, 24h Zeitlimit
06.06.26Erztaler OffroadTharandt (Kurort Hartha)20/30/60/90/120 kmGravelride (GPS, ohne Ausschilderung)bergig, bis 240 – 2500 hm
07.06.26Coast and dead Fish | World TourLübeck100 / 200 / 400 kmGravel Tour (GPX, kein Rennen)wellig , leicht bergig
09.06.26Gravel to HellBarsbüttel79 km (GPS-Track)Gravelride (Tour, BDR)wellig
13.06.26GravelKAP ZwenkauZwenkau40 / 80 (Frauen) / 80 (Männer) / 120 kmGravel RaceRunden um den Zwenkauer See; Schotter/Wege, Rennformat
13.06.26HackenpedderKiel650 / 1000 kmGravel Brevet / Bikepacking (self-supported)vorwiegend flach, keine HM Angaben
13.06.26Seaside RideOstseebad Rerik60 / 100+ km (je nach Edition)Gravel Tour (Festival‑Wochenende)küstennah, flach mit kurzen Anstiegen
14.06.26Giro StormarnBad Oldesloe65 km (Gravel)RTF & Gravelride (Tour, ausgeschildert)wellig
14.06.26MyEifelRideMayen57 / 100 kmGravel-Orientierungsfahrt780 / 1400 Hm, bergig, mittel bis schwer
20.06.26Heide-BrevetHamburg80 / 95 / 125 km (Gravel)Gravelride / Brevet (GPS)leicht wellig, keine Hm Angaben
21.06.26Bremen 555Bremen577 / 777 km (Bikepacking-Rundkurs)self-supported Bikepacking Adventure4 Tage Zeit, überwiegend Gravel / Wald- / Deichwege, schwer
21.06.26Gravel Challenge MittelholsteinNortorf50 / 80 / 108  kmGravelride (Tour, GPS)leicht wellig, 180 – 550 Hm
21.06.26Kraichgau-RundfahrtSt. Leon-Rot50 / 75 kmGravelride (GPS)profiliert
27.06.26Everve Gravel TourAlbstadt100 / 150 / 200 kmGravel Tour (ausgeschildert + GPS)500 / 2500 / 3500 hm, Mittelgebirge, mittel bis schwer
27.06.26Graveln um die Burg OlbrückWeibern30 / 50 kmGravelride (Tour/RTF, GPS)profiliert, 400 / 840 Hm
28.06.26Gravel-Tour NeumarktNeumarkt (Oberpfalz)41 / 88 kmGravelride (Tour/RTF)Gravel 52/88 – "Kloane Lättn" / "Groußer Baatz"; 590/1190 hm
04.07.266. Thüringer Gravel NightEisenach250 kmGravel Brevet / Night Ride (self-supported)2100 Hm, Nachtfahrt
05.07.26Hegau GravelSingen54 / 108 kmGravel Rennenbergig, mittelschwer, 950 / 1900 Hm
06.07.26Gravel Westerwald Bike ChallengeBuchholz (Westerwald)62 kmGravelride (GPS-Track)profiliert, 810 hm
12.07..262. Sonnewalder Schlosspark-GravelSonnewalde30 / 55 / 110 kmGravel Racekeine Angaben
12.07.26Flugfeld GiroSindelfingen / Böblingen15 / 40 / 87 / 132 / 161 / 208 kmCyclosportive Tour (Gravel & Road, Strava-Segmente)Startorte flexibel, 140 – 2590 hm
17.07.263RIDES Gravel Stage RaceWinterbergStage #1: 14 km #2: 70/105 km #3: 86 / 129 kmJedermann Stage Race +UCI Rennen300 bis 3000 Hm / Etappe, sehr schwer
19.07.26Gravel Rallye Black ForestFeldberg-Altglashüttendiverse Loops: 70 –  160 km, >150 kmGravel Festival / div. Rides (kein Rennen)Hochschwarzwald, bis > 3500 Hm (Long-Distance)
19.07.26PfaffenwinkelrundfahrtPeiting80 kmGravelride & RTF (gemischt)Feld- / Wald- & Radwege, keine Offroad-Passagen
25.07.26Black Forest Ultra GravelKirchzarten65 / 120 kmGravel Ride (kein Rennen)anspruchsvoll, Gravel / Trails / Asphalt
25.07.26Rad am Ring – Gravel-RaceNürburgring24,9 kmGravel Rennen Jedermann550 Hm, teils Gravel, teils Nürgurgring-Track
26.07.26SGB-Gravelrunde beim Arber-RadmarathonRegensburg65 kmTour, kein Rennen850 Hm, durchschnittlich schwer
23.08.26Panorama Tour BliesgauSt. Ingbert100 kmTour, kein Rennenprofiliert, 1000 Hm
30.08.26Heide GravelTaura30 / 60 / 100 kmJedermannrennen32 km Runde mit 280 Hm, ein-, zwei- oder dreifach zu befahren
30.08.26Rhein-Hunsrück-Tour mit SebamedBad Salzig70 / 110 kmRadtourenfahrtMittelgebirge 960 / 1510 Hm
30.08.26Riedgravel-CampRiedstadtzwei kurze eine lange RundeGravel-Group Event / geführte Tourenkeine Hm Angaben, Tag zwei anspruchsvoll
05.09.26Sauerland RodeoBrilon200 kmGravelbike-Tour2000 Hm bergig
11.09.26Gravel Ground - King of the HaldeZeche Ewaldunbekannt - Halde HohewardBergzeitfahrenBergrennen, keine Hm Angaben
12.09.26Bootshaus Gravel BonnBonn30 / 60 / 100 kmGravel Ride (kein Rennen)viel Schotter, ab 350 Hm
12.09.26Gravel Ground - Rose Scary SchotterZeche Ewald45 km, 7 RundenRundstrecke Gravelrennen – Halde Hoheward700 Hm, fester Rundkurs, technisch schwer
12.09.26Gravel CupFurtwangen46 / 59 / 94 kmGravel RaceSchwarzwald, bergig, Wald- & Schotterwege, 700 – 900 Hm
19.09.26Allgäu Gravel Rallye - 5-Seen TourPfronten90 / 106 / 125 kmGravel Ride (Group Ride + Strava Challenge)wellig / bergig, bis 2600 hm (Langdistanz), Anm. nicht offen
04.10.26PanoramagravelBühlertal50 km  / 88 km | 95 km / 133 kmkulinarische Graveltourmittelschwer bis ambitioniert bergig, 800 Hm / 1.700 Hm / 1.900 Hm / 2.900 Hm
10.10.26Matschfuss KielKiel65, 100 – 120 km (Gravel)Gravel Ride (Community)noch keine Streckendetails
11.09.26Bootshaus Gravel UltraKönigswinter400 kmGravel Ultra (Selfsupported, Checkpoints)Eifel, 6800 Hm, sehr schwer

Die besten Gravelrennen und Gravelevents in Österreich und der Schweiz 2026

DatumEvent-NameStartortDistanzenEvent-TypProfil / Strecke / Info
12.04.26Wörthersee Gravel RaceVelden (AUT)11,8 / 78,4 / 94 / 149,7 kmRennen217 / 936 / 1182 / 1713 Hm, innovative Racemodi
31.05.26Grady`s Gravel QueensWeißensee (AUT)Geführte & self‑guided Gravel‑Rides (ohne fixe Distanzen)Gravel Festival / Camp (Ladies only)geführte Touren
31.05.26GraveleiGamlitz (AUT)35–45 / 75–90 / 110–120 kmGravel Tour / Festival (kein Rennen)simpel bis ambitioniert
13.06.26GravalloLinz (AUT)70 / 110 / 300 kmGravel Ride (kein Rennen)wellig bis schwer, technisch machbar
18.06.26Gravel Ultra 500Linz (AUT)500 kmGravel Ultra (self-supported race)alpin, 8000 Hm
19.06.26Gravel Ultra 300Linz (AUT)300 kmGravel Ultra (self-supported race)alpin, 5000 Hm
05.07.26into the woldMellau (AUT)50 km / 75 km / 100 km / 300 km UltraMarathon ohne Zeitnahmekeine Anagben
18.07.26Salzkammergut TrophyBad Ischl (AUT)21,8 km / 52,4 km / 67,6 kmMarathonbergig, von einfach bis ambitioniert
25.08.26Gravel Ultra 850Nickelsdorf (AUT)850 kmGravel Ultra (self-supported race)sehr schwer, 16.000 Hm, Fixed GPX, Zeitlimit 112 h
07.06.26BRM 600 Bärn to SurviveBern (SUI)606 kmGravel Brevet (BRM 600)6.758 hm, ca. 19 % Gravel
13.06.26Gravel-Ride ThurgauWeinfelden (SUI)85 kmGravelride (kein Rennen)900 hm, 80 % Offroad, Trailabschnitte
20.06.26Octopus Gravel AndermattAndermatt (SUI)bis 155 kmGravel Festival (Einzelsegmente gewertet)4450 hm (7–8 Anstiege alpines Gravelformat)
04.10.26BRM 400 WasserkinderBuch SH (SUI)425 kmGravel Brevet (BRM 400)3031 hm, 14 % Gravel

 

Teilweise waren die Events bei Veröffentlichung noch nicht 100%-ig bestätigt, deshalb keine volle Gewähr für die Korrektheit übernehmen.

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