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SO WECHSELST UND MONTIERST DU EINEN TPU-SCHLAUCH

TPU-Schlauch wechseln und montieren? So geht’s! Worauf Du achten musst und wie es schnell und einfach geht, erklären wir dir hier! 

AERON/TPU Schlauch wird auf die Felge aufgezogen.

Das Wechseln eines Fahrradschlauchs gehört zu den grundlegenden Wartungsarbeiten, die jeder Radfahrer beherrschen sollte. Eine Reifenpanne aufgrund von Durchstichen oder sogenannten Snakebites, also Durchschlägen, ist statistisch gesehen nur eine Frage der Zeit. Die Fähigkeit, den Schlauch zu wechseln, spart Zeit, verhindert unnötige Kosten und rettet einem gegebenenfalls sogar die Tour oder gar eine ganze Reise. Auch Radfahrer, die tubeless unterwegs sind, müssen den Schlauchwechsel beherrschen, denn oftmals entstehen Löcher in der Karkasse des Reifens, die die Dichtmilch nicht mehr wie vorgesehen schließen kann – ein Schlauch ist dann die Alternative zum Abdichten mittels Tubeless-Salami. Zwar wissen mittlerweile viele Radfahrer, wie man einen herkömmlichen Butyl-Schlauch oder Latexschlauch wechselt. Aber es stellt sich die Frage, ob die Montage von TPU-Schläuchen (TPU = Thermoplastisches Polyurethan) wie den Airtubes von AERON/TPU identisch oder aber anders vonstattengehen muss. 

Wir haben hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengestellt, die dir zeigt, wie einfach du TPU-Schläuche am Fahrrad wechseln kannst und auf was du – im Vergleich zu Butyl-Schläuchen – achten solltest.  

Bevor du mit dem Wechsel eines AERON/TPU Schlauchs beginnst, solltest du folgendes wissen: Airtubes von AERON/TPU sind für fast alle Fahrradgattungen erhältlich. Egal ob du TPU-Schläuche fürs Rennrad, fürs Mountainbike (MTB) oder Gravelbike, für Trekkingfahrräder oder auch City- und E-Bikes benötigst, AERON/TPU bietet für all diese Varianten TPU-Schläuche, die leicht sind und sehr guten Pannenschutz bieten. Außerdem weisen AERON/TPU-Schläuche einen geringen Rollwiderstand aus und verfügen zudem über ein sehr kleines Packmaß, sodass sie in jede Bikepacking- oder gar Trikottasche passen. Bevor du nun einen solchen Schlauch wechseln oder erstmalig einsetzen möchtest, solltest du sicherstellen, dass du alle notwendigen Werkzeuge griffbereit hast. Du benötigst:

Der Ersatzschlauch sollte die richtige Größe für dein Rad aufweisen. Die Informationen zu Umfang und Reifenbreite findest du auf der Seitenwand deines Reifens und natürlich auch auf der Verpackung des Schlauches.

Zu sehen ist ein Aeron Schlauch, der auf einer Hand liegt.

Reifenheber sind notwendig, um den Reifen über das seitliche Felgenhorn zu heben, ohne ihn zu beschädigen. Reifenheber werden zumeist im Dreierpack verkauft, und obwohl es gut ist, immer drei dabei zu haben, so reichen zumeist zwei davon für die Demontage und Montage aus. Auch wenn die metallenen Varianten längere Haltbarkeit versprechen, so haben sich doch die Heber aus Kunststoff bewährt. Mit ihnen fügt man dem neuen Schlauch und auch der Felge deutlich weniger leicht Schäden bei der Montage zu.

Du benötigst eine Pumpe, deren Pumpenkopf mit deinem Ventiltyp (Schrader-, Presta- oder Dunlop-Ventil) kompatibel ist. Je größer das Gesamtvolumen des Reifens, desto eher lohnt sich eine ebenso großvolumige Pumpe mit großem Kolbenhub oder eine elektrische Pumpe wie im Bild. Praktisch ist eine Anzeige für den Luftdruck, egal ob analog oder digital.

Reifen wird mit elektrischer Pumpe aufgepumpt

Falls kein neuer Schlauch verfügbar ist, kannst du einen TPU-Schlauch auch flicken. Beachte: Wenn du Löcher, hervorgerufen durch Durchschläge oder Durchstiche, beheben möchtest, dann benötigst du zum Flicken eines AERON/TPU-Schlauchs ein spezielles Reparatur-Kit

Wer sich mit dem Wechseln von herkömmlichen Butyl-Schläuchen auskennt, der besitzt schon den Großteil des Know-how, das er auch für den Wechsel eines AERON/TPU-Schlauchs benötigt. Dennoch müssen bei dem Werkstoff TPU ein paar Details beachtet werden. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

LAUFRAD ENTFERNEN
Falls du den Schlauch eines Hinterrads mit einer Kettenschaltung wechselst, schalte als erstes auf das kleinste, äußerste Ritzel. Dies erleichtert dir die Demontage des Laufrads. Öffne nun den Schnellspanner oder löse die Muttern, respektive schraube die Steckachse heraus. Ziehe das Laufrad nach unten aus dem Rahmen während du das Schaltwerk ein wenig nach hinten ziehst. 

LUFT ABLASSEN
Falls trotz eines Plattfußes noch etwas Luft im Reifen sein sollte, lasse den Druck vollständig ab. Dies kannst du tun, indem du den Stift im Ventil drückst (bei einem Schrader-/Auto-Ventil) oder die Mutter am Ventilkern löst (bei einem Presta-Ventil). Knete den Reifen bei Bedarf, um sicherzustellen, im Reifen der gleiche Druck herrscht wie in der umgebenden Atmosphäre.

REIFEN VON DER FELGE LÖSEN
Verwende die Reifenheber, um den Reifen von der Felge zu lösen. Schiebe den ersten davon auf Höhe einer Speiche zwischen Felge und Reifen und weiter bis unter den Reifenwulst, und heble ihn vorsichtig über das Felgenhorn der Felge. Die allermeisten Heber verfügen über einen praktischen Haken o. ä., um den Griff an der Speiche einzuhängen. Anschließend platzierst du den zweiten Reifenheber etwa zehn Zentimeter neben dem ersten und hebelst auch hier den Wulst über den Felgenrand. Zumeist kannst du nun schon mit dem zweiten Reifenheber entlang der Felge gleiten und so den kompletten Reifen auf der einen Seite aus dem Felgenbett lösen. Gelingt dies nicht, setze den dritten Reifenheber zehn Zentimeter entfernt vom zweiten an und heble auch hier den Reifen über die Felge. Gerade bei Reifen mit der Beschriftung Tubeless ready, TLR oder TLE sitzt der Mantel oft so passgenau, dass der Arbeitsschritt unerwartet schwergängig ist.

Reifen wird mit einem Reifenheber von der Felge gelöst

SCHLAUCH ENTFERNEN
Ziehe das Ventil aus dem Ventilloch der Felge – dabei musst du eventuell zuvor eine Rändelschraube vom Ventil abdrehen – und entferne dann den gesamten Schlauch. Untersuche den Schlauch und den Reifen mit entsprechender Vorsicht auf Fremdkörper wie Glassplitter, Dornen oder andere scharfe Gegenstände, die das Loch verursacht haben könnten. Bitte schenke vor allem auch der Innenseite des Mantels große Aufmerksamkeit. Nichts ist ärgerlicher, als dort einen kleinen Dorn oder eine Mini-Scherbe zu übersehen. Diese spitzen Gegenstände würden deinen neu eingelegten oder aber geflickten Schlauch sofort wieder beschädigen. Ebenso solltest du darauf achten, ob das Felgenband eventuell beschädigt ist. In dem Fall kann sich der neue Schlauch ins Ventilloch, beziehungsweise die Speichenbohrung hineindrücken und platzen.

NEUEN SCHLAUCH VORBEREITEN
Bevor du den neuen Schlauch einsetzt, pumpe ihn leicht auf, damit er nicht flach und faltig in den Reifen eingelegt wird. Dies erleichtert den Einbau und verringert die Gefahr, dass du den Schlauch bei der Remontage des Reifens einklemmst. Aber Achtung, hier zeigt sich ein wichtiger Unterschied von TPU-Schläuchen im Vergleich zu Butyl-Fahrradschläuchen. Den TPU-Schlauch solltest du außerhalb des fertig montierten Mantels nur mit maximal 0,3 bar Luftdruck in seine runde Form bringen, mehr nicht. Gibst du mehr Druck in den noch nicht final verbauten Schlauch, kann sich dieser plastisch, also dauerhaft verformen und eventuell Blasen bilden, die das Pannenrisiko immens erhöhen würden. 

NEUEN SCHLAUCH EINSETZEN
Stecke den Ventilschaft des neuen Schlauchs von außen durch das Ventilloch der Felge. Vergewissere dich, dass das Ventil m rechten Winkel aus dem Felgenring ragt, um Spannungen zu vermeiden, die später zu einem Ventilschaden führen könnten. Lege nun den Schlauch in den Reifen ein und achte darauf, dass er überall gleichmäßig, faltenfrei und nicht verdreht einliegt.

Mann setzt Schlauch auf Felge auf

REIFEN AUF DIE FELGE SETZEN
Beginne nun, den Reifen wieder auf die Felge zu setzen. Starte am Ventil und arbeite dich zu beiden Seiten rundherum, bis der gesamte Reifen wieder auf der Felge sitzt. Dabei beginnst du mit den Händen, denn manchmal reicht schon Handkraft aus, um einen Reifen mit Leichtigkeit komplett auf die Felge zu bringen. Falls der Reifen schwer auf die Felge geht, kannst du für die letzten zehn bis zwanzig Zentimeter wieder die Reifenheber nutzen. Sei dabei vorsichtig, um den Schlauch nicht zu beschädigen.

REIFEN AUFPUMPEN
Ist der Reifen wieder komplett ins Felgenbett gehebelt, solltest du einen leichten Überdruck erzeugen, sodass sich der Reifen noch eindrücken lässt. Nach den ersten Pumpenhüben solltest du den Reifen auf beiden Felgenseiten walken, um sicher zu gehen, dass der Schlauch nirgends unter dem Reifenwulst eingeklemmt ist. Achte darauf, den empfohlenen Reifendruck einzuhalten, der auf der Reifenflanke angegeben ist. Bei einem Presta-Ventil solltest du die kleine Rändelschraube nach dem Pumpen wieder festziehen. Achte auch darauf, dass der Reifen stets gleichmäßig auf der Felge sitzt, damit er später nicht holpert sondern rund läuft. Zur Kontrolle das Laufrad in Rotation versetzen. Der Rand des Profils oder andere umlaufende Markierungen sollten stets den identischen Abstand zur Felge haben.

Auf dem Bild wird der Reifendruck eines Rennrad-Reifens getestet.

LAUFRAD WIEDER EINSETZEN
Setze das Laufrad wieder in den Rahmen beziehungsweise die Gabel ein. Beim Hinterrad musst du darauf achten, dass die Kette auf dem kleinsten Ritzel liegt. Fixiere Muttern, Schnellspanner oder Steckachse, um das Rad sicher zu befestigen. 

BREMSEN ÜBERPRÜFEN
Stelle sicher, dass die Bremsen nach dem Wiedereinbau des Laufrads korrekt funktionieren und das Laufrad ohne Schleifen sauber läuft.  

TESTFAHRT 
Bevor du richtig Gas gibst, solltest du eine kurze Testfahrt machen, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß funktioniert. Überprüfe insbesondere den Reifendruck und die Laufradbefestigung. 

Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung solltest du bestens gerüstet sein, um einen AERON/TPU-Fahrradschlauch bei deinem Rennrad, Mountainbike, Gravelbike oder auch Citybike zu wechseln. Mit etwas Übung wird dieser Prozess zu einer schnellen und einfachen Routine, die dir viel Zeit, Geld und Ärger ersparen kann. Dabei sollte es selbstverständlich sein, zumindest auf allen längeren Touren, einen Ersatzschlauch, Werkzeug, Reifenheber, Flickzeug und eine Pumpe dabei zu haben.

AIRTUBE ENGINEERING

We are engineers. 
We are cyclists.

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