Ein leichter Fahrradschlauch macht dein Rad schneller und agiler – wenn er passt
Bei einem Fahrradschlauch zählen Pannensicherheit, Rollwiderstand, der Preis – und leicht sollte er auch sein. Aber wie wichtig ist das Gewicht bei einem so kleinen Bauteil? Das kommt auf das jeweilige Fahrrad und dessen Einsatzbereich an. Bei einem Mountainbike (MTB) mit entsprechender Reifenbreite ist ein ultraleichter Schlauch sicher weniger wirksam oder effektiv als bei einem Gravel- oder Rennrad. Ein Mountainbike, City- oder Trekkingrad profitiert von modernen Schläuchen jedoch in anderer Weise, siehe unten.
Leichte Fahrradschläuche von AERON/TPU
Road – SuperLite Race AL
Wenn jede Sekunde zählt! Für Rennradprofis, Zeitfahrer und Triathleten, die von sich und ihrem Material Höchstleistungen erwarten – in Training und Wettkampf. Schneller und leichter geht's nicht.
MTB – SuperLite Race AL
Für Mountainbike-Racer – ultra-leicht, geringster Rollwiderstand. Mit kleinstem Packmaß prädestiniert als Ersatzschlauch für Tubeless-Fahrer.
CX/Gravel – SuperLite Race AL
Für die Racer unter den Gravelbikern – super-leicht, super-schnell. Der SuperLite Race gehört zu den leichtesten CX/Gravel-Schläuchen weltweit.
Vorteile von leichten gegenüber schweren Schläuchen
Ein Schlauch beziehungsweise sein Gewicht beeinflusst die Fahreigenschaften vom Fahrrad beziehungsweise jedem einzelnen Laufrad auf zwei Weisen: Zum einen erhöht jeder Fahrradschlauch natürlich die Gesamtmasse des Bikes. Bei klassischen Modellen aus Butyl sind das je nach Größe zwischen 80 und 200 Gramm. Schläuche aus Latex sind im Mittel etwas leichter, bei Tubeless-Systemen ganz ohne Schlauch muss man stattdessen das schwerere, verschraubte Ventil und das nötige Dichtmittel einrechnen. Insgesamt sind das je nach eingefüllter Menge auch 80 bis 140 Gramm pro Reifen. Die leichtesten Fahrradschläuche derzeit sind aus dem Kunststoff TPU (Thermoplastisches Polyurethan) gefertigt und wiegen inklusive ihrem Sclaverandventil ab 20 bis etwa 90 Gramm. Diese Teilgewichte im Verhältnis zum gesamten Systemgewicht (bestehend aus Bike, Fahrer und Zuladung) sind mit rund 0,015 Prozent sehr gering und machen in Sachen Beschleunigung oder Kraftaufwand bergauf kaum Unterschiede.
Da der Schlauch samt Ventil aber weit außen im Laufrad zwischen Felge und Reifen sitzt, rotiert er beim Fahren sehr schnell und muss bei jedem Anfahren und Beschleunigen in Rotation versetzt werden. Hier wirkt sich die Massenträgheit deutlich stärker aus.
Neben der zur Beschleunigung von schweren Schläuchen mit schweren Ventilen auf dieser Kreisbahn nötigen Extrakraft spürt man das Gewicht eines Schlauches sogar beim Handling. Ein schweres Ventil kann zudem für Unwuchten sorgen. Durch die sogenannten Kreiselkräfte will ein Laufrad in Rotation seine Richtung oder Neigung gar nicht verändern. Einlenken und das Rad in Kurven drücken ist also mit leichten Schläuchen ebenfalls leichter, wenn auch nicht dramatisch.
AERON/TPU VS. BUTYL
| Category | Gewichtsvorteil (%) | Geringer Rollwiderstand (%) | Pannenschutz (%) | Lufthaltigkeit (%) |
|---|---|---|---|---|
| Butyl | 17 | 80 | 49 | 83 |
| SuperLite Race | 100 | 100 | 50 | 88 |
| ExtraLite Protect | 65 | 97 | 61 | 91 |
| UltraProtect | 31 | 77 | 100 | 100 |
Ist der Rollwiderstand mit leichten Schläuchen automatisch geringer?
Der Rollwiderstand hängt weniger mit dem Gewicht des Schlauches zusammen als mit seiner Elastizität oder besser seiner Flexibilität. Beim Abrollen verformt sich der Reifen samt Schlauch am Boden und über Hindernisse. Diese Walkarbeit kostet grundsätzlich Energie, je geringer der Reifendruck und je kleiner die Aufstandsfläche desto größer wiegt der Verlust.
Außer durch glatteres Profil lässt sich der Rollwiderstand also durch höheren Luftdruck und eine flexiblere Reifen- Schlauch-Kombi senken. Schlauchlose Reifen liegen hier in Sachen Effizienz knapp vorne, gefolgt von TPU- und Latexmodellen auf ähnlichem Niveau. Butyl ist zu dickwandig, um wirklich guten Rollwiderstand zu erzeugen. Ein niedriger Rollwiderstand ist also nicht im Gewicht des Schlauches begründet, die beiden Eigenschaften gehen aber im Allgemeinen Hand in Hand, treten also quasi immer gleichzeitig aus, weil besonders leichte Schläuche im Allgemeinen durch ihre geringe Materialstärke in sich auch sehr flexibel sind.
Das Thermoplastische Polyurethan (TPU) bietet hier den besten Kompromiss. Die zum Verformen oder im Fachjargon Walken nötige Energie ist gering, sogar bei wenig Reifendruck. Im Gegensatz zu Butyl oder Latexschläuchen bietet das Material darüber hinaus guten bis sehr guten Pannenschutz, sowohl bei Durchstößen als auch gegen den gefürchteten Durchschlag, wenn durch wenig Luftdruck und ein überfahrenes Hindernis Reifen und Felge hart aufeinandergepresst werden. Diese Haltbarkeit auch bei wenig Luftdruck erreicht nicht ganz den Pannenschutz der Bereifung wie Tubeless-Systeme, dafür ist die Handhabung, also die Montage, viel einfacher.
Vorteile von leichten Fahrradschläuchen gegenüber Tubeless
Um beim Tubeless-System den vollen Pannenschutz sowie die guten Laufeigenschaften bei wenig Luftdruck auszunutzen, sind relativ viel Knowhow und recht aufwendige Wartung von Vorteil. Das lohnt im Allgemeinen eher im Radsport, und am ehesten im Bereich MTB oder Gravel. Das Befüllen der Reifen mit Dichtmittel sowie das erstmalige Aufpumpen mit speziell geeigneten Booster-Pumpen stellen Neulinge oft vor Herausforderungen. Unterwegs kommt es dann darauf an, wie groß die Schadstelle bei einer Panne ist. Kleine Löcher dichtet das Dichtmittel selbst ab, bei mittleren ist das nicht ganz einfache Einbringen von Reifenmaterial in die Öffnung nötig, Im schlimmsten Fall ist eine Weiterfahrt nicht mehr möglich.
Mit dem Thermoplast TPU hat man ein ähnlich leichtes Produkt im Reifen, wie man es mit der Dichtmilch und dem verschraubten Sclaverandventil eines Tubeless-Setups hätte. Und als Ersatzschlauch mit minimalem Packmaß noch in den Trikot- oder Fahrradtaschen. Der Tausch eines Schlauches aus TPU ist so simpel wie man das von Butyl kennt. In der Summe überwiegen die Vorteile von leichten Fahrradschläuchen gegenüber Tubeless-Reifen deutlich, abgesehen davon, dass man keine Extragegenstände (Ventil, Dichtmilch, Reparatur-Salamis, spezielles Werkzeug) aus dem Fahrradzubehör anschaffen muss.
Worauf sollte ich beim Kauf eines leichten Fahrradschlauchs achten?
Da es im Zeitalter von TPU kein Argument mehr gibt, einen Latexschlauch zu verwenden, spricht man im Falle von leichten und ultraleichten Fahrradschläuchen aktuell nur noch von den Thermoplast-Varianten. Im Gegensatz zu Butylschläuchen gibt es die in verschiedensten Wandstärken oder mit unterschiedlicher Anzahl an Lagen. Dadurch hat der Radfahrer die Wahl, ob er einen superleichten Schlauch mit etwas weniger Pannenschutz oder einen leichten Schlauch mit sehr hoher Pannensicherheit möchte. Um sich beim Kauf nicht in der Größe zu vergreifen, sollte man sich auf nur einen der drei auf dem Reifen aufgedruckten Zahlencodes konzentrieren. Wir empfehlen den nach ETRTO-Standard, bestehend aus Millimeterangaben und nicht Zoll-Werten. Das Format besteht aus einer dreistelligen Zahl zwischen 203 (für 12 Zoll Felgen) und 622 (für 28 Zoll Felgen)*. Die wird durch einen Bindestrich mit einer zweistelligen Zahl zwischen 18 (alte Rennrad-Reifenbreite) und 75, ganz selten auch bis 100 (Fatbike-Reifenbreite), gekoppelt. Wegen der geringen Materialstärke sind die Spannen an Reifendurchmessern, in die ein TPU-Schlauch eingesetzt werden kann, etwas kleiner als bei Gummischläuchen. Mehr zum Thema passende Schlauchgröße.
Haben leichte Schläuche auch besondere Ventile?
Neben den Dimensionen sollten auch Ventillänge und Ventilart zur Felge passen. Die in die Jahre gekommenen Dunlopventile kann man bei der modernen, leichten Schlauchgeneration aus Kunststoff vernachlässigen. Man unterscheidet in den allermeisten Fällen noch zwischen dem breiten und gleichförmigen Schaft des Auto- oder Schraderventils (kurz AV) und dem dünneren Presta- oder Sclaverandventil (kurz SV) mit seiner charakteristischen Rendelmutter an der Ventilspitze. AERON/TPU bietet neben dem Kunststoffventil mit verklebtem Ventilkern auch eine edle und noch stabilere Variante aus Aluminium an. Der ausdrehbare Kern erleichtert hier nicht nur die Montage von Ventilverlängerungen, der widerstandsfähige Schaft und das Außengewinde machen auch das Aufsetzen des Pumpenkopfes und das Aufpumpen selbst leichter.
Bei der Ventillänge gilt der Grundsatz: Das Ventil sollte gerade so weit aus der Felge herausragen, dass der Pumpenkopf sicher darauf befestigt werden kann. Zu lange Ventile stellen einen unnötigen Hebel dar, der das Ventil beim Pumpen zum Beispiel verbiegen oder abbrechen kann.
Für wen sind leichte Fahrradschläuche geeignet?
Der Hauptvorteil von besonders leichten Schläuchen liegt in ihrer Energieersparnis, sowohl beim Beschleunigen des Rades beziehungsweise der Räder als auch bei Steuerbewegungen. Weniger rotierende Masse macht jedes Rad, abhängig von Geschwindigkeit und Entfernung zum Drehpunkt, agiler. Je leichter die übrigen Komponenten, desto mehr wirkt sich die Ersparnis beim Gewicht vom Fahrradschlauch aus. Auch durch häufiges Beschleunigen und Abbremsen während der Fahrt nimmt der Benefit leichter Schläuche zu, weil sich die kleinen Krafteinsparungen addieren. Größte Profiteure sind also leichte Bikes für den Radsport, die auch dementsprechend sportlich bewegt werden. Beim Rennrad ist es eher das Gewicht, das Vorteile bringt, beim Gravel- und Mountainbike spielen die oben erwähnten Verformbarkeiten im Kontext mit dem Rollwiderstand die etwas größere Rolle. Alle Fahrradtypen profitieren vom agileren Handling durch weniger rotierende Masse im Hinter- und noch effektiver im Vorderrad. Wer nur auf den hervorragenden Pannenschutz von TPU aus ist, sollte auf absoluten Leichtbau verzichten und die Modelle mit mehr Pannensicherheit wählen, wobei diese im Allgemeinen immer noch um Einiges leichter sind als ihre Pendants aus Butyl.
* Stand Ende 2025, aktuell kommen vereinzelt Mountainbikes mit 32 Zoll großen Rädern auf den Markt. Das wird die Bandbreite des möglichen Felgenumfangs auf über 700 Millimeter erweitern.
Produktserien
ROAD SERIE
Ultraleicht, superschnell und megakompakt: AERON/TPU Rennradschläuche sind auf maximale Performance getrimmt. Je nach Disziplin und Einsatzzweck garantieren sie dir unterschiedliche Ausprägungen mit Fokus auf maximale Gewichtsersparnis und minimalen Rollwiderstand oder aber herausragendem Pannenschutz immer das perfekte Set-up.
CX/GRAVEL SERIE
TPU-Technologie, perfekt abgestimmt für den Einsatz abseits befestigter Straßen: Leicht, pannensicher, geringer Rollwiderstand und kleinstes Packmaß. AERON/TPU bietet High-Performance-Schläuche für Gravel- und Cyclocross-Racer sowie Varianten mit maximalem Pannenschutz für Bikepacker und Ultrafahrer an.
MTB SERIE
Tech for Trails: AERON/TPU liefert mit dem besten Kompromiss aus Leichtigkeit, Pannensicherheit und geringem Rollwiderstand die perfekte Schlauchtechnologie für Mountainbiker. Spezifische Modelle bieten dir, je nach bevorzugtem Terrain oder Fahrstil, den perfekten Schlauch für deine bevorzugte Mountainbike-Disziplin.
CITY/TOUR SERIE
Entwickelt für Biker die maximale Zuverlässigkeit im Alltag wünschen. AERON/TPU Schläuche für City und Tour zeichnen sich durch optimierten Pannenschutz aus. Ihr geringes Gewicht und der niedrige Rollwiderstand erhöhen zudem die Performance und den Spaßfaktor auf jeder Tour.